B 101: Schnell lösen statt nur lamentieren

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Erik Stohn fordert pragmatische Herangehensweise: Durchfahrt der Bundesstraße muss zügig ermöglicht werden

Luckenwalde/Trebbin. Wie wichtig etwas ist, stellt man meistens erst dann fest, wenn es nicht mehr da ist oder nicht mehr funktioniert. „Das sehen wir gerade an der B 101, die wegen der rissigen Wildbrücke gesperrt werden musste“, sagt der Landtagsabgeordnete Erik Stohn (SPD). „Die B 101 ist die Lebensader für den Süden des Landkreises Teltow-Fläming. Deshalb hat sich die SPD im Kreis seinerzeit so vehement für deren vierspurigen Ausbau eingesetzt“, ergänzt Erik Stohn. Dass diese Ader nun abgeklemmt werden muss, sei aber nicht die Schuld der SPD oder gar der Regierung und schon gar nicht des „Systems“, sondern die Ursache liege in einem baulichen Mangel, den es zu beheben gelte, so Stohn.

„Und genau darin liegt das Problem“, meint der Landtagsabgeordnete. Nach seinen Erkundigungen bei Landesverkehrsminister Robert Crumbach (SPD) ist diese Brücke Bestandteil eines Planfeststellungsbeschlusses und müsse somit erhalten bleiben. Das bedeute, dass – sollte sie abgerissen werden – sie auf jeden Fall wiederaufgebaut werden müsse. „Das wäre die teuerste und vor allem langwierigste Variante“, so Erik Stohn. „Es liegt aber im Interesse der Anwohner und Pendler, dass möglichst zügig eine Lösung gefunden wird“, betont Stohn, „deshalb hoffe ich darauf, dass die Experten eine schnellere und auch kostengünstigere Variante finden.“

Denkbar wäre die Abtragung von Erdreich, um die so genannte „Grünbrücke“ zu entlasten. Oder die Errichtung einer Behelfsstraße rund um die Brücke, was aber auch mit erheblichen Kosten verbunden wäre.

„Auf jeden Fall muss eine sinnvolle und machbare Lösung gefunden werden“, betont Erik Stohn. „Ständiges Lamentieren hilft hier und auch sonst nicht weiter.“ Zugleich bricht Stohn eine Lanze für den Naturschutz: „Straßen wie dieser vierspurige Verkehrsweg durchschneiden den Lebensraum der Tiere. Ohne eine solche Grünbrücke gäbe es unzähligen Unfälle wegen Wildwechsels. Dadurch würden auch Menschen gefährdet.“ Und schließlich, so Stohn: „Menschen brauchen Straßen, Tiere nicht.“