Bahn verursacht Pendlerstress

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Erik Stohn (MdL/SPD): „Unverantwortlich! Ganze Region droht abgehängt zu werden“

Jüterbog/Luckenwalde. „Ich bin entsetzt.“ Mit diesen drei Worten reagiert der örtliche Landtagsabgeordnete Erik Stohn (SPD) auf das Pendlerchaos, das seit Mittwoch entlang der Bahnstrecke von Wittenberg bis Berlin herrscht. Wegen Gleisbauarbeiten ist die Strecke drei Monate lang seit Mittwoch gesperrt. Aber der Schienenersatzverkehr (SEV) funktioniert nicht.

„Viele Betroffene haben mir berichtet, dass zum Beispiel in Luckenwalde ein Bus aus Jüterbog eintraf, der schon völlig überfüllt war. Es konnte praktisch kein weiterer Fahrgast zusteigen. Manche taten es trotzdem. Die Polizei musste kommen und Leute wieder aus dem Bus drängen.“ Erik Stohn ist fassungslos: „Wie kann so etwas passieren? Wie kann die Bahn Busse einsetzen, die nicht fahrtüchtig sind? Wie kann sie Fahrer ohne Deutschkenntnisse und Ortskenntnisse anheuern? Wie kann man in Zeiten der Digitalisierung und von GPS-Navigationsgeräten es nicht verhindern, dass diese sich verfahren?“

Laut Erik Stohn handelt die Bahn „total unprofessionell und völlig verantwortungslos“. Ohne einen funktionierenden Nahverkehr drohe die gesamte Region abgehängt zu werden. „Ich fordere die Bahn auf, schnellstens für einen funktionierenden und pendlerfreundlichen Ersatzverkehr zu sorgen“, betont Erik Stohn.

Natürlich seien für einen dauerhaft funktionierenden Betrieb auch aufwendige Reparaturarbeiten von Zeit zu Zeit notwendig, räumt Stohn ein. Dass dies oft mit Unannehmlichkeiten für die Bahnkunden verbunden ist, lasse sich sicherlich nicht ganz vermeiden. „Was aber hier passiert ist, spottet jeder Beschreibung“, so der Landtagsabgeordnete aus dem Süden von Teltow-Fläming. „Das ist unverantwortlich und muss sofort abgestellt werden und darf sich vor allen Dingen nicht wiederholen!“, so Erik Stohn.