Der erste von 33.000 Kilometern

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In Oehna fiel im Beisein des Bundesverkehrsministers der Startschuss für Deutschlands hochmodernes Glasfaser-Basisnetz – Stohn (SPD): „Zukunft wird im Fläming gemacht“

Oehna. Am Montagvormittag, 27. April, herrschte am Oehnaer Bahnhof ungewohnte Betriebsamkeit. Unweit der Gleisanlagen steckten vier Spaten in der Erde, daneben versammelte sich eine Menschentraube aus Vertretern von Politik, Wirtschaft und Medien. Grund für das rege Treiben war der langersehnte Spatenstich für Deutschlands Glasfaser-Basisnetz, ein Anlass, der auch Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) und Brandenburgs Infrastrukturminister Robert Crumbach (SPD) in den Fläming lockte.

33.000 Kilometer Netzlänge, 21 Millionen Kilometer Kabel, eine Gesamtinvestition von 7,9 Milliarden Euro – der Spatenstich markierte den Baubeginn eines der größten privat finanzierten Infrastrukturprojekte der Bundesrepublik. Durch hohe Übertragungskapazitäten und moderne Sicherheitstechnologien soll entlang der Bahnstrecken ein leistungsfähiges und krisensicheres digitales „Rückgrat“ für Deutschland entstehen. In einem ersten Schritt wird eine 130 Kilometer lange Teststrecke zwischen Jüterbog, Falkenberg und Wittenberg errichtet.

Bruno Reufels, Geschäftsführer des Bauherrn „Niedax Group“, erklärte schmunzelnd: „Warum kommen wir nach Brandenburg? Erstmal: Weil es schön ist.“ Doch auch der nahegelegene Bundeswehrstandort habe einen Einfluss auf die Entscheidung gehabt, ebenso die rund 100-jährige Unternehmensgeschichte, die eng mit der Stadt Herzberg verbunden sei. „Wir freuen uns, dass wir heute loslegen können!“, zeigte sich Reufels euphorisch.

Bundesminister Schnieder stimmte ein: „Die Investition verbreitet Optimismus in schwierigen Zeiten und ist ein Leuchtturmprojekt für den Ausbau der digitalen Infrastruktur“. Sie leiste einen wichtigen Beitrag zur Widerstandsfähigkeit Deutschlands und schaffe Sicherheit vor Sabotage und anderen Bedrohungen. Sein Amtskollege Crumbach fügte hinzu: „In dem Projekt liegt eine große Chance: Brandenburg kann sich als Vorreiter für digitale Innovation positionieren.“

Auch der örtliche Landtagsabgeordnete Erik Stohn (SPD) freute sich: „Der heutige Tag beweist einmal mehr: Zukunft wird im Fläming gemacht! Unser schönes Oehna ist ein hervorragender Startpunkt für dieses Großprojekt, das Deutschlands digitale Infrastruktur auf ein neues Fundament stellen wird.“ Als die Geschäftsführer und die Minister schließlich den symbolischen Spatenstich vornahmen, rief ihnen ein Mann aus der Menge zu: „Die nächsten Kilometer können Sie auch gleich machen!“ Ganz so schnell wird es wohl nicht vorangehen – und doch wurde am Montag der Bau des ersten von insgesamt 33.000 Kilometern eingeläutet.

Bildunterschrift:

Zufrieden nach dem Spatenstich (v. l.): Martin Attenhauser (Niedax), Niedergörsdorfs Bürgermeisterin Doreen Boßdorf, Bruno Reufels (Niedax), Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU), die Landtagsabgeordneten Martina Maxi Schmidt und Erik Stohn (beide SPD), Brandenburgs Infrastrukturminister Robert Crumbach (SPD) und Landtagsvizepräsident Rainer Genilke (CDU).