Ein besserer „Draht“ zwischen Eltern, Kitas und Verwaltung

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SPD begrüßt die geplante Einführung einer Kita-App in Jüterbog

Jüterbog. Schneller, klarer, leichter. So scheint in Zukunft die Kommunikation zwischen Eltern, Kitas und Stadtverwaltung zu klappen, wenn erst einmal eine Kita-App für alle städtischen Kindertagesstätten eingerichtet sein wird. Das hofft zumindest die SPD-Fraktion in der Jüterboger Stadtverordnetenversammlung (SVV). Auf deren jüngster Sitzung hatte sie eine Anfrage an die Stadtverwaltung gestellt, wie denn der aktuelle Stand der Einführung einer solchen Kita-App sei. „Immerhin könne damit der Informationsaustausch zwischen Eltern, Kitas und Verwaltung erleichtert und organisatorische Abläufe verbessert werden.“, meint die SPD-Fraktionsvorsitzende Gabriele Dehn. Vor einer Einführung verlangt die SPD-Fraktion aber Transparenz über Zeitplan, Funktionsumfang und Kosten. Deshalb bat sie um detaillierte Informationen zum Planungsstand, den sie jetzt erhalten hat.

Demnach soll laut Stadtverwaltung eine neue Kita-Software und App im September eingeführt werden – zunächst aber nur in der Verwaltung. Anschließend würden die Kita-Leitungen geschult und schließlich die Eltern einbezogen. Das soll im zweiten Halbjahr 2027 erfolgen.

So können Eltern künftig ihr Kind mit wenigen Klicks krankmelden, Termine und Erinnerung einsehen, in einem sicheren Chat direkt mit der Einrichtung in Verbindung treten.

Die Kitaleitungen und Erzieherinnen dürften mit der App spürbar Zeit sparen, die sie den Kindern widmen können. So laufen die Überprüfungen der Anwesenheit digital und Krankmeldungen kommen automatisch an. Statt Zettelwirtschaft und Telefonwirrwarr erfolgt die Kommunikation mit den Eltern gebündelt über die App. Obendrein unterstützt die Software die pädagogische Arbeit etwa durch digitale Portfolios, Beobachtungsbögen und Entwicklungsdokumentationen. Zusätzlich integriert sie Dienst- und Schichtpläne, die Essensplanung mit Berücksichtigung der Allergien sowie Hygiene- und Notfallprotokolle.

Den Wegfall eines „enormen Arbeitsaufwands“ erhofft sich die Stadtverwaltung durch die neue Software. Dazu gehören ein besserer Überblick über die verschiedenen Einrichtungen, die automatische Berechnung des Personalschlüssels, Auswertungen und Statistiken in Echtzeit, ohne all das per Hand zusammentragen zu müssen.

Die Kosten belaufen sich laut Verwaltung pro Jahr auf knapp 14.000 Euro. Im Vorfeld wurden mehrere Anbieter getestet. Die Entscheidung fiel auf das Programm „Kitaversum“.

„Die offensichtlichen Vorteile wirken überzeugend“, so der örtliche SPD-Landtagsabgeordnete und Vorsitzende der Jüterboger SVV, Erik Stohn. Die Einführung einer solchen App scheint ihm dringend geboten. Bei seinem SPD-Stammtischen zur Bildungs- und Kitapolitik sowie einer Elternumfrage, äußerten Eltern wie auch Erzieherinnen den Wunsch nach einer solchen App. Erik Stohn verspricht: „Wir kümmern uns und bleiben dran!“