Erik Stohn: „Er lehrte das Retten von Leben“

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Landtagsabgeordneter schlug Eckehard Seidel für Landtagsmedaille vor

Potsdam/Luckenwalde. Vor fast 60 Jahren, das war 1967, begann Eckehard Seidel als Rettungsschwimmer beim Deutschen Roten Kreuz (DRK). Diesem Sport, der gleichzeitig ein Rettungsdienst ist, blieb er sein Leben lang treu. Mit der Wiedergründung der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) in Luckenwalde gehörte er 1990 zu den Menschen, die diese wichtige Vereinsarbeit vor Ort wieder aufbauten. Seitdem hat er als Vorsitzender des Luckenwalder Stadtverbandes und in verantwortlicher Funktion im Landesverband die Arbeit der DLRG in Brandenburg über Jahrzehnte mitgestaltet.

Aber das ist nur ein Grund, warum der örtliche Landtagsabgeordnete Erik Stohn (SPD) Eckehard Seidel für die Landtagsmedaille vorgeschlagen hat. „Was mich besonders beeindruckt hat“, so Erik Stohn über Eckehard Seidel, „ist sein herausragender Einsatz für die Ausbildung und die Nachwuchsarbeit. 35 Jahre lang hat Eckehard Seidel mit größter Hingabe Rettungsschwimmerinnen und -schwimmer ausgebildet und auf ihrem Weg begleitet.“ Was das bedeutet, zählte Erik Stohn bei der Verleihung der Landtagsmedaille am Freitag, dem 4. September, im Potsdamer Landtag auf: „Unzählige Stunden im Schwimmbad, Theorie und Praxis, Erste Hilfe, Rettungstechniken, Prüfungen und auch die Vermittlung von Verantwortungsbewusstsein. Denn es kann der Moment kommen, in dem das Erlernte tatsächlich über Leben und Tod entscheidet.“

Doch dabei blieb es nicht. Eckehard Seidel betreute überdies Kindergruppen, bildete Lehrer und Erzieher fort und machte sich immer wieder dafür stark, dass möglichst alle Kinder frühzeitig schwimmen lernen. Denn wer schwimmen kann, muss nicht unbedingt gerettet werden.

Eckehard Seidel sei ein „Paradebeispiel“ dafür, so Erik Stohn, was die Gesellschaft zusammenhalte. „Du gehörst zu den Menschen, die nicht fragen, was sie bekommen, sondern was sie beitragen können. Du hast über Jahrzehnte deine Zeit, dein Wissen und deine Kraft in den Dienst anderer gestellt.“