Wirtschaftsminister Keller und Abgeordneter Stohn besuchen Rosenbauer
Luckenwalde. Das Rosenbauer-Werk in Luckenwalde als mittelständischen Betrieb zu bezeichnen, wäre mittlerweile bei mehr als 500 Beschäftigten etwas untertrieben. Nicht ohne Stolz konnte Dayana Bräunert, Geschäftsführerin der Rosenbauer Deutschland GmbH mit Hauptsitz in Luckenwalde, am Montag, dem 19. Januar, dem brandenburgischen Wirtschaftsminister Daniel Keller und dem örtlichen Landtagsabgeordneten Erik Stohn (beide SPD) berichten, dass allein hier pro Jahr rund 250 Fahrzeuge gebaut und in die ganze Welt ausgeliefert werden. „Das ist etwa ein Fahrzeug pro Tag“, wie die Besucher auf dem mit brandneuen und feuerwehrroten Löschfahrzeugen zugeparkten Hof sehen konnten. Dort ließen sich gerade Mitglieder einer freiwilligen Feuerwehr aus Sachsen mit glänzenden Augen ihr neues Einsatzfahrzeug näher erläutern.
Neben Löschfahrzeugen aller Art vertreibt die Rosenbauer Deutschland von Luckenwalde aus auch Ausrüstung, Löschsysteme, digitale Lösungen und organisiert den Kundenservice. „Bei 500 bis 600 jährlich ausgelieferten Fahrzeugen in Deutschland entsteht auch ein großer Servicebedarf“, erläutert Dayana Bräunert. Neben Luckenwalde gibt es weitere Service-Standorte in Viersen, Karlsruhe und Bad Abbach sowie einen gut aufgestellten mobilen Service.
Insgesamt zählt Rosenbauer Deutschland über 580 Mitarbeiter, davon sind 420 in Luckenwalde beschäftigt. Darunter sind aktuell 32 Auszubildende in fünf Ausbildungsberufen.
Durch die Anmietung von drei ehemaligen Schaeffler-Hallen hat das Unternehmen nun erstmal viel Platz auf 10.000 Quadratmetern für 28 überdachte Stellplätze für den Service im neuen Kundencenter in der Industriestraße. „Durch diese Größe können wir nun auch die Drehleiterfahrzeuge hier reparieren und warten“, freut sich Werksleiter Stefan Fiebiger. Auf der frei gewordenen Fläche in der Rudolf-Breitscheid-Straße freuen sich nun auch die Auszubildenden über eine brandneue Ausbildungswerkstatt.
Für Wirtschaftsminister Keller war dieser Besuch „ein sehr erfreulicher Termin“, denn nicht alle Betriebe, die er im Land besucht, strotzen so vor Selbstbewusstsein und Zuversicht. Besonders beeindruckt waren Keller und Stohn von der erfreulichen Umsatzentwicklung und dem Auftragsbestand von aktuell 20 Monaten.
„Es gibt in durchaus herausfordernden Zeiten auch gute Nachrichten aus der Region. Rosenbauer möchte am Standort Luckenwalde weiterwachsen und das Schaeffler Gelände erhält eine sinnvolle Nachnutzung. Für einem der größten Arbeitgeber und Gewerbesteuerzahler wie es Rosenbauer ist, wollen wir auch für optimale politische Rahmenbedingungen sorgen.“, meinte der heimische SPD-Landtagsabgeordnete Erik Stohn. Der sich schon in der Vergangenheit für Rosenbauer etwa für eine Denkmal-Sondererlaubnis starkgemacht hat. Dementsprechend sagten Daniel Keller und Erik Stohn der Geschäftsführerin Bräunert und Werksleiter Fiebiger Unterstützung im Bereich der Unternehmensförderung etwa beim Ausbau umweltfreundlicher Energie zu.
Hintergrund:
Das 1878, also vor fast 150 Jahren, gegründete Feuerlöschgerätewerk Koebe machte viele Wandlungen durch. Nach dem Ende des Volkseigentums zu DDR-Zeiten, wechselte es die Eigentümer mehrmals bis es schließlich 1998 vom österreichischen Konzern Rosenbauer übernommen wurde. Das sicherte seine weitere Existenz und sorgte für einen erfreulichen wirtschaftlichen Aufschwung. Von Luckenwalde aus werden auch die in Karlsruhe hergestellten „Hubrettungsfahrzeuge“ (also die mit den Drehleitern) verkauft ebenso wie die für den deutschen Markt ausgelieferten Flughafen-Löschfahrzeuge „Panther“ liefert das Luckenwalder Werk die Drehleiterkörbe sowie die geräumigen Fahrerkabinen für den Panther.
(v.l.) SPD-Landtagsabgeordneter Erik Stohn, Rosenbauer-Geschäftsführerin Dayana Bräunert und Wirtschaftsminister Daniel Keller begutachten das Rosenbauer-Produktionsgelände in Luckenwalde
(v.l.) Rosenbauer-Geschäftsführerin Dayana Bräunert zeigte den Landtagsabgeordneten Erik Stohn Wirtschaftsminister Daniel Keller (beide SPD) das Innenleben eines elektrobetriebenen Feuerwehrautos, wie es bereits in Berlin im Einsatz ist.
Titelbild: (v.l.) Rosenbauer-Geschäftsführerin Dayana Bräunert und Wirtschaftsminister Daniel Keller, SPD-Landtagsabgeordneter Erik Stohn, Kerstin Bratz von der Wirtschaftsförderung Brandenburg sowie Werksleiter Stefan Fiebiger begutachten das Rosenbauer-Produktionsgelände in Luckenwalde