Netzentgelte für Strom und Gas sinken

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 Erik Stohn: Jahrelanger Druck zahlt sich jetzt aus

Luckenwalde/Jüterbog. Die Kosten für Strom und Gas sinken. Brandenburgs größter Stromnetzbetreiber, die E.DIS Netz GmbH, senkt die Netzentgelte für Strom und Gas im kommenden Jahr deutlich.

Das bedeutet für Haushaltskunden eine Kostenersparnis von netto 3,18 Cent pro Kilowattstunde. Dadurch sinken die Stromkosten für einen Durchschnittshaushalt mit einem Verbrauch von jährlich 3.500 Kilowattstunden um etwas mehr als 130 Euro im Jahr. Auch Gewerbe- und Industriekunden müssen ab 2026 weniger zahlen. Auch für alle Gaskunden wird die durchschnittliche Entlastung bei 7 Prozent liegen.

„Das geht genau in die richtige Richtung“, freut sich der örtliche Landtagsabgeordnete Erik Stohn (SPD). „Jetzt zahlt sich der jahrelange Druck der SPD-geführten Landesregierung aus, woraufhin der Bund jetzt die Übertragungsnetzentgelte bezuschusst“, ergänzt Stohn. Dies allein reiche aber nicht aus. „Deshalb fordert die SPD-Fraktion im Landtag Brandenburg, dass die Bundesebene einen flächendeckenden Industriestrompreis entschlossen vorantreibt“, betont Erik Stohn.

Sein Fraktionskollege Marcel Penquitt aus Ludwigsfelde ergänzt, dass die Industrie dauerhaft entlastet werden müsse. „Brandenburg hat ein enormes wirtschaftliches Potential. Das reicht von der Stahlproduktion über die Digitalwirtschaft bis hin zu Wasserstoffprojekten“, zählt der wirtschaftspolitische Sprecher der SPD-Fraktion auf. „Ohne einen verlässlichen Industriestrompreis bleiben wir hinter unseren Möglichkeiten zurück“, warnt Penquitt. Deshalb müsse der Bund jetzt handeln und die Energiepreise „endlich auf ein wettbewerbsfähiges Niveau“ senken. Denn, so Penquitt: „Nur so sichern wir Investitionen, Arbeitsplätze und Wertschöpfung und unserer Region.“