Offener Brief wegen der drohenden Schließung des Schaeffler-Werks in Luckenwalde

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LuckenwaldeDer heimische SPD-Landtagsabgeordnete Erik Stohn und die örtliche Bundestagsabgeordnete Sylvia Lehmann teilen die Sorge vieler Menschen um das Schaeffler-Werk in Luckenwalde und die Zukunft seiner 400 Beschäftigten. Dazu haben die beiden sich jetzt in einem offenen Brief an den Vorstand der Schaeffler AG gewandt. Darin sagt der heimische Landtagsabgeordnete Erik Stohn: „Seit vielen Jahren begleiten wir das Werk bei Produktionsstarts, Tage der offenen Türen oder der Organisation von Besuchen von Azubis im Bundestag oder im Landtag. Mit großer Freude haben wir die stets positive Entwicklung des Standorts, den Fleiß und Einfallsreichtum seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und das Verantwortungsgefühl des Konzerns für die Region wahrgenommen. Es handelt sich schließlich um den größten produzierenden Betrieb in Luckenwalde. Gut 24 Millionen Euro Fördermittel sind in den Standort Luckenwalde seit 1990 geflossen. Das Land Brandenburg hat sich immer kooperativ gezeigt, um Beschäftigung zu sichern und Innovation zu fördern. Wir sind uns sicher, mit der richtigen Zukunftsvision für den Standort Luckenwalde sind weitere Förderungen möglich.“

Die SPD-Bundestagsabgeordnete Sylvia Lehmann erläutert: „Uns erschüttern die Pläne den einzigen Standort in Ostdeutschland zuschließen. Brandenburg wird Automobilland. Nicht nur Tesla und die Fertigung des eSprinter von Mercedes Benz in Ludwigsfelde sind starke Signale. Der Wirtschaftsstandort Brandenburg ist mit der Batteriefertigung bei Microvast in Ludwigsfelde, der Produktion von Kathoden für Batterien von Elektroautos und dem Batterierecycling bei BASF in Schwarzheide sowie der Elektroautoproduktion bei Tesla in Grünheide Vorreiter in Sachen Elektromobilität. Das Signal kommt hoffentlich auch bei dem Autozulieferer Schaeffler an.“

Zukunft wird in Brandenburg gemacht. Beide sind sich einig, dass sich in Luckenwalde eine leistungsbereite und engagierte Belegschaft befindet, die bereit ist zukunftsfähige Produkte herzustellen.

„In einem Umfeld, in dem andere Unternehmen sich mit innovativen Produkten ansiedeln, sollte sich Schaeffler nicht zurückziehen, sondern auf die Zukunftsregion Brandenburg und Luckenwalde setzen“, so die SPD-Politiker.