Brandschutz in Jüterbog: Offene Fragen in der SPD Jüterbog

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Der Kreis Teltow-Fläming hat im Zuge der routinemäßigen Brandschau während der Sommerferien der Stadt Jüterbog ursprünglich eine Frist von einer Woche gesetzt, um Brandschutzmängel in der Linden-Grundschule zu beheben, andernfalls sollte die Schule vorerst geschlossen werden. Der Landkreis habe wohl nun eine Sondergenehmigung für den Schulbetrieb erteilt. Clemens Neumann, Jurist, von der SPD-Jüterbog wundert sich über diese extrem kurze Frist: „Eine solche Frist kann man eigentlich nur wählen, wenn eine akute Gefährdungslage vorliegt. Schließlich gefährdet sie sogar den Schulbetrieb. Gab und gibt es eine solche Gefahr also oder ist sie beseitigt? Warum ist sie nicht mehr akut? Sind die Kinder gefährdet oder nicht?“

Klar ist:

Die Schule kann nur betrieben werden, wenn jede Gefahr für die Kinder ausgeschlossen ist. Gleichzeitig muss eine Beschulung, auf die auch viele Eltern angewiesen sind, sichergestellt sein. Die Stadt, der Bürgermeister haben für beides die Verantwortung. Herr Raue als Hauptverwaltungsbeamter der Stadt muss die Fragen beantworten, warum es eine so kurze Frist gab, ob eine akute Gefahr besteht und wann und wie er die Mängel beseitigt.

Auch Landtagsabgeordneter Erik Stohn hat weitere Fragen: „Warum sind die Brandschutzmängel nicht von der Stadt erkannt worden? Besteht ein Zusammenhang mit dem fehlenden Stadtbrandmeister? Haben wir auch in anderen Gebäuden Mängel?“

Es ist Aufgabe des Bürgermeisters, seiner politischen Verantwortung für die Brandsicherheit in Jüterbog gerecht zu werden. Offen ist aber auch, wieso der Kreis erst eine sehr kurze Frist setzt, diese dann aber verlängert. Wenn es eine akute Gefahr gab, wie es die 1-Wochen-Frist nahelegt, wieso gibt es sie jetzt nicht mehr.

Smart Farming und Probefahrt mit dem Mähdrescher: Besuch beim Landmaschinenverkäufer Bartling

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Der heimische Abgeordneter Erik Stohn (SPD) nutzt die parlamentarische Sommerpause um sich vor Ort zu informieren. In dieser Woche stand ein Unternehmensbesuch bei der Firma Bartling an.Vom Rasenmäher bis zum Mähdrescher vertreibt die Firma Bartling Technik für die Landwirtschaft und betreibt auch eine Reparaturwerkstatt in Hohenseefeld. Das Familienunternehmen hat sich 1989 im Niederen Fläming angesiedelt und beschäftigt heute 20 Mitarbeiter und 4 Azubis. „Wir hätten in diesem Jahr sogar noch einen Azubi eingestellt, leider hat sich niemand passendes beworben, obwohl wir uns auch auf Ausbildungsmessen und an Schulen vorgestellt haben“, sagt Geschäftsführer Christian Bartling.

„Mehr kann man auch kaum machen, um Nachwuchs zu gewinnen“, bescheinigt der Abgeordnete Stohn, der selbst regelmäßig an Schulen für die rechtzeitige Berufsorientierung wirbt.

Als Mitglied des Agrarausschusses im Brandenburger Landtag interessierte Stohn aber vor allen Dingen das sogenannte Smart Farming. Smart Farming ist eine Weiterentwicklung des sogenannten Präzisionsfarming bei dem z.B. unter Nutzung von Satellitendaten die Ernte sehr genau erfolgen kann. Smart Farming nutzt mehr Informationen und verknüpft sie, sodass durch Berücksichtigung der Daten von Bodenstruktur, vorherigen Ernteergebnissen und Geodaten der Düngemitteleinsatz sehr genau, ressourcen- und umweltschonend erfolgen kann.

„Vor allem junge Landwirte sind sehr an diesen technischen Fortentwicklungen interessiert, allerdings erleben wir gerade eine Kaufzurückhaltung angesichts der geringen Erzeugerpreise für Milch und Getreide. Ich hoffe, das gibt sich im nächsten Jahr wieder“, meint Geschäftsführer Christian Bartling.

„Für das Smart Farming aber auch für die wirtschaftliche Arbeiten im ländlichen Raum ist das schnelle Internet sehr wichtig.  Ich werde mich dafür einsetzen, dass wir hier vorankommen.“, verspricht der Landtagsabgeordnete Stohn abschließend.

Vogelsänger und Stohn in der Region unterwegs: Landwirtschaftsminister und Abgeordneter informieren sich über Ernte und regionale Produkte

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Ein umfangreiches Programm absolvierten Landwirtschaftsminister Jörg Vogelsänger (SPD) und der heimische Landtagsabgeordnete Erik Stohn (SPD) in dieser Woche in der Region. Zunächst stand ein Gespräch zu den Ernteergebnissen beim  Kreisbauernverband Teltow-Fläming auf der Agenda. Im Hinblick auf die Ernte zeigten sich die Landwirte weitestgehend zufrieden, große Sorgen bereite ihnen aber, welche Preise sie momentan für ihre Produkte erzielen. Auch beklagte die Geschäftsführerin des Kreisbauernverbandes Sylvia Fuchs: „Der Zeitaufwand für die Beantragung von Fördermitteln ist sehr groß und es wird immer komplizierter“. Landwirtschaftsminister Jörg Vogelsänger versprach sich auch gegenüber der EU für Vereinfachungen etwa durch Pauschalen einzusetzen.

Im weiteren Verlauf des Tages informierten sich Vogelsänger und Stohn bei lokalen Unternehmen, die auf die Vermarktung regionaler Spezialitäten setzen. „Bei dem Preisverfall von landwirtschaftlichen Erzeugnissen, kann die weitere Veredlung und die lokale Vermarktung ein erfolgversprechender Ausweg sein. Deshalb wollen wir heute mehr darüber erfahren und wollen wissen, wo Politik eventuell noch helfen kann,“ erklärt der Jüterboger Landtagsabgeordnete Erik Stohn (SPD).

Erfolgreich beschritten haben diesen Weg die Brüder Ryll mit ihrer Fläminger Genussland GmbH in Reinsdorf. Mit ihrem vor 5 Jahren gegründeten Unternehmen stellen sie hochwertige Lebensmittel aus eigenem Anbau wie kaltgepresste Öle, Liköre, Säfte aber auch Fleisch und Wurst von Mangalitza Wollschweinen und edeln Wagyurindern her. Für ihre Direktvermarktungskonzepte bekamen die Brüder Ryll in diesem Jahr den 2. Platz beim pro-Agro-Marketingpreis. Agrarminister Vogelsänger zeigte sich beeindruckt über die Breite der Produktpalette.

Letzter Programmpunkt war die Schaudestillerie in Kloster Zinna. Manfred Memmert, Seniorchef der Hohenseefelder Süßmosterei, hat die Schaudestillerie vor einem halben Jahr übernommen und damit auch den beliebten Traditionslikör Zinnaer Klosterbruder gerettet. Vogelsänger und Stohn lobten die Entscheidung Memmerts, die mehr vom lokalpatriotischen als von wirtschaftlichen Erwägungen motiviert war. „Ich hoffe sehr, dass Manfred Memmert Erfolg dabei hat, den Zinnaer Klosterbruder wieder verstärkt als regionale Spezialität zu etablieren. Allein schon die Schaubrennerei ist ein attraktiver touristischer Anziehungspunkt, den es zu erhalten gilt“, meint Stohn abschließend.