Wie Frust zu Extremismus führen kann

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Film und Gespräch: Friedrich-Ebert-Stiftung zeigt „Mit der Faust in die Welt schlagen“ im Kino-Café Dahme

Dahme/Mark. Zu einem Filmabend mit anschließendem Gespräch lädt der örtliche Landtagsabgeordnete Erik Stohn (SPD) gemeinsam mit der Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) am Montag, dem 8. Dezember um 18.30 Uhr (Einlass ab 18 Uhr) in das Kino-Café in Dahme, Südhag 1, ein. Gezeigt wird der deutsche Spielfilm „Mit der Faust in die Welt schlagen“.

Dabei geht es um Folgendes: Anfang der 2000er Jahre wachsen zwei Brüder in der ostdeutschen Provinz auf. Ihr Alltag ist geprägt von zu viel Alkohol, Arbeitslosigkeit und einer DDR-Vergangenheit, von der sie sich nicht befreien können. Als der Hausbau scheitert, zerfällt die Familie vor ihren Augen. Der Perspektivlosigkeit und Langeweile versuchen sie in den angrenzen Wäldern und Feldern zu entfliehen.

Der Film von Constanze Klaue basiert auf dem gleichnamigen Roman von Lukas Rietzschel. Er beleuchtet die Radikalisierung zweier Jugendlicher in Ostdeutschland. Der ältere Bruder verspürt Sinn und Zugehörigkeit zu einer Gruppe, die Abenteuer verspricht, aber Gewalt und Fremdenhass meint. Als ein Flüchtlingsheim im Ort entstehen soll, eskaliert die Situation. Dem Film gelingt es, die Problematik des Rechtsextremismus auf Augenhöhe mit den Filmfiguren zu behandeln, ohne dabei auf klischeehafte Darstellungen ostdeutscher Verhältnisse zurückzugreifen.

Im anschließenden Publikumsgespräch können die Besucher mit Andrea Niehuesen vom Mobilen Beratungsteam, dem Schauspieler Christian Näthe und mit Erik Stohn über den Film und die dort gezeigte Problematik diskutieren. Die Moderation übernimmt die freie Journalistin und Autorin Cosima Schmitt.

Zur besseren Planung wird um Anmeldungen gebeten unter: www.fes.de/veranstaltungen/veranstaltungsdetail/286709

Flyer zu Veranstaltung